29. August 2025
Frühkindliche Bildung: 100 Millionen Euro für bessere Kita-Betreuung in Thüringen
Sprache, Inklusion, Betreuung – mit Bundesmitteln soll der Kita-Alltag für Kinder und Personal in Thüringen spürbar verbessert werden.

Sprache, Inklusion, Betreuung – mit Bundesmitteln soll der Kita-Alltag für Kinder und Personal in Thüringen spürbar verbessert werden.

In Thüringen fließen in diesem Jahr rund 100 Millionen Euro in die Verbesserung der Qualität in Kitas. Einen entsprechenden Vertrag zur Umsetzung der Maßnahmen des Kita-Qualitätsgesetzes des Bundes hat Bildungsminister Christian Tischner (CDU) unterzeichnet. 

Mit dem Geld wird unter anderem der seit Beginn des Jahres in Kraft getretene verbesserte Betreuungsschlüssel finanziert. Eine Fachkraft muss seitdem nicht mehr acht, sondern soll in der Regel nur sechs Kinder unter drei Jahren in der Krippe betreuen. Im Kindergartenbereich kümmert sich eine Erziehungskraft seitdem um zwölf statt wie bisher fünfzehn Kinder. 

Bund legt verpflichtende Handlungsfelder für Länder fest

Außerdem sollen Verbesserungen bei sprachlicher Bildung und Inklusion auf den Weg gebracht werden, hieß es in einer Mitteilung des Bildungsministeriums. „Auch wenn die Träger in Thüringen vor Herausforderungen stehen, etwa durch sinkende Kinderzahlen, bleibt klar: Die Qualität der Betreuung und die Unterstützung der Fachkräfte haben oberste Priorität“, sagte Bildungsminister Tischner. 

Mit dem Kita-Qualitätsgesetz unterstützt der Bund die Länder mit insgesamt vier Milliarden Euro in diesem und dem kommenden Jahr bei der Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen. Was mit dem Geld konkret passieren soll, legen die Länder in Verträgen mit dem Bund fest. 

Verpflichtend sind dabei laut Bundesbildungsministerium in diesem Jahr Maßnahmen zur Gewinnung und Sicherung von Fachkräften und Verbesserungen bei der sprachlichen Bildung. Maßnahmen zur Entlastung der Eltern bei den Beiträgen sind künftig nicht mehr Teil des Kita-Qualitätsgesetzes.